MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2017

Die Mitgliederversammlung 2017 war mit einer Anwesenheit von 20 Mitgliedern relativ gut besucht, auch Bürgermeister Jörg Muth war der Einladung des Vorstandes gefolgt und nahm zu relevanten Punkten der Tagesordnung Stellung. Zur Sanierung des Hügelgrabdaches gab er einen wertvollen Tipp, der zur Finanzierung beisteurn könnte. Der Vorstand wird sich um das Procedere kümmern. Bei der Ersatzwahl für 2017 kam es zur positiven Abstimmung über den Vorschlag des Vorstandes:

2. Vorsitzender:  Olaf Klaus

Stellv. Schatzmeister (nachgerückt): Ulrich Herkrath

Für das Jahr 2017 stehen u.a. folgende wichtige Projekte zur Bearbeitung und/oder Lösung an: Sanierung des Hügelgrabdaches, eine Georadaruntersuchung im Schlosspark (April), weiterer Aufbau des Webstuhles und Recherchen zur ALS-Technik (Airborne Laser Scanning). Weitere Themen werden sein: Ausbau der Archivierung, Ausbau der Abt. Volkskunde, Verabschiedung des begonnenen Sammlungskonzeptes, weitere Anläufe zur Rückführung der Grabungsfunde im Schlosspark 1982 vom GV Hanau, Versuch zur "Renaissance" der Mundartgruppe u.v.m.

Insgesamt verlief die Versammlung harmonisch mit lebhafter Beteiligung der anwesenden Mitgliedern. Von der regionalen Presse war die Gelnhäuser Neue Zeitung (GNZ) und das Stadtjournal vertreten .

Helfer im Museum gesucht

Der Verein hat ein schönes, großes Heimatmuseum, das ständig gepflegt werden muss. Mit Pflege ist die Gestaltung der Ausstellung gemeint, die für Besucher auf dem Laufenden und attraktiv gehalten werden muss. Dies betrifft vor allem die Abteilungen Volkskunde und Handwerk. Alte Exponate müssen ausgetauscht und Neuzugänge integriert werden. Hinzu kommt die Entscheidung einer augenfälligen und attraktiven Positionierung der Ausstellungsstücke. Die Tätigkeiten sind vielfältig, interessant und werden im Team besprochen, eigene Ideen sollen dabei einfließen. Am Besten, wenn sich Interessenten zu einem Gespräch vor Ort einfinden, um die ganze Bandbreite der anstehenden Tätigkeiten zu erfassen. Tätigkeiten, wie gemacht für Rentner und Pensionäre, aber nicht nur!

Wer Interesse an einer Aufgabe im Museum hat, wende sich am besten bei folgenden Vereinsmitgliedern:

Dr. Manfred Keil (1. Vorsitzender) 06184 901481

Maria Vetter (Leiterin Ausstellung) 06184 2933

 

Der Verein im Heimatmuseum Langenselbold, eine ideale Symbiose

Der Hermekruk, das Wahrzeichen vor dem Museum

 Das Museumsgebäude diente zur Isenburger Zeit als Pferdestall und Remise. An der Inneneinrichtung ist dies noch gut zu erkennen. Der Gedenkstein, anderwärts auch als Hermeskreuz bezeichnet, vor dem Museum ist wohl einem auf unnatürliche Weise ums Leben gekommenen Menschen gewidmet. Unter einem gotischen Kielbogendach ist eine Pieta im Relief dargestellt. Darunter steht die Jahreszahl 1517 und der Spruch "Gott  gnade deiner Seele, Amen". Auf der unteren Hälfte der Statue ist eine knieende Figur mit Umhang (Mönch, Stifterfigur ?) dargestellt. Obwohl sich einige  -allerdings unbewiesene-  Legenden um die Figur ranken, kann man immerhin feststellen, dass es ich zweifelsfrei um einen Gedenkstein, ein Wegekreuz o.ä. handelt. Dafür spricht auch, dass manche ihn als "Hermeskreuz" bezeichnen, also "Leidenskreuz". Das Kreuz zierte ursprünglich den Kielbogen. Es ist noch in kleinen Teilen erhalten. In Österreich würde man "Marterl" dazu sagen. Welcher Person die Statue gewidmet ist und ob sie womöglich dem  Bürgermeister von Gelnhausen Hermann Krug galt, wie vermutet wird, ist nach wie vor nicht geklärt. Eine detaillierter Beschreibung über den von Sagen umwobenen Hermekruk liegt im Museum vor. Bevor der Stein vor dem Museum seinen Platz erhielt, stand er am Waldrand der "Abtshecke", direkt an der B 40 zwischen Langenselbold und Gründau-Rothenbergen. Einige geometrische (Längsrillen) und bildliche (Tierkopf) Zeichen  im Sandstein geben noch Rätsel auf. Als sicher kann man einige Vertiefungen als Einschüsse von Gewehrkugeln werten. Wurde der Hermekruk als Zielscheibe benutzt?- Eine Publikation zu diesem Denkmal / Wahrzeichen ist z.Zt. in Vorbereitung. Manfred Keil und Irene Staeves haben eine Publikation in der "Hessischen Heimat" vorbereitet, die den "Hermekruk" näher beleuchtet und versucht, an Hand der "Anatomie" des Steines die Gründe seiner Erschaffung aufzuklären. Die Publikation wird 2017 erscheinen und im Museum erhältlich sein.

Ein weiteres Prachtexemplar von Stein steht links neben dem Eingang zum Museum. Es handelt sich um den Langen Stein ("Lange Schtoa"), einem historischen Grenzstein, der früher auf der Grenze zwischen Langenselbold und Langendiebach stand. Er ragt etwa 1 m aus der Erde und hat auf seiner Oberseite eine längliche Einkerbung, die die Richtung des Grenzverlaufes andeutet.

Gruppenführungen nach Vereinbarung, Tel. 06184 901481, 2933 oder über Kontakte (e-mail).

Formulare bzw. Dokumente, die für eine Mitgliedschaft relevant sind, finden sich unter Verein / Regelungen.

Aufruf zur Mitarbeit im Museum durch diese Rundmail an Mitgieder mit e-mail-Adresse.

Zum ersten Kennenlernen hier einige Fotos vom Museum:


Das Heimatmuseum im Schlosspark mit dem "Lange Stein" (Volksmund: "Lange Schtoa") vorne links neben der Tür und dem "Hermekruk" (Volksmund: "Hermekrouch", "Hermekroug" oder "Hermeskroug") in der Mitte
der "Hermekruk" , das Wahrzeichen des Museums
Foyer, Kommunikation und Ausstellung in einem Raum, ein neues Konzept, das von den Langenselboldern gut aufgenommen wird. Man sitzt sozusagen mitten in Geschichte.
Ausstellungsraum "Lapidarium", Klosterspolien im Erdgeschoss, nicht einfach nur Steine, sondern wertvolle Zeichen der Langenselbolder Geschichte
In Selbold vertreten: Seltene Funde der mittleren Bronzezeit
Die alten "Liebestöter" und mehr in der vielfältigen und filigranen Darstellung volkskundlicher Exponate aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die oft "Erinnerungen wecken" (Obergeschoss)