Heimatmuseum mit neuem Logo

Ab Oktober 2016 gilt ein neues Vereinslogo, d.h. es ist eine Kombination des bisherigen Logos mit neuen Aspekten. Vor allem ist es rund und wird als Hausschild rechts neben der Eingangstür des Museums angebracht. Außerdem korrespondiert es gut mit der Rosette über der Eingangstür. Die Absicht war, das Haus (Museum) auch von weiter entfernt vor allem für Ortsfremde als etwas Besonderes zu erkennen oder zumindest die Neugierde zu wecken. Neu auf dem Logo ist eine alte Skizze auf einer historischen Karte anlässlich eines Jagdstreites 1733-1741 zwischen den Grafschaften Isenburg-Büdingen und Hanau mit der Überschrift Selbolt (für Selbold) (Nieß, 2002).

Das neue Logo

Der Verein im Heimatmuseum Langenselbold, eine ideale Symbiose

Nächste Museumsöffnung: Wegen des Vortrages von Erhard Bus am 2. Oktober um 16:00 Uhr 2016 über die Annexion Kurhessens durch Preußen, die sich zum 150. Mal jährt, muss die routinemäßige Öffnung für Besucher im Vitrinenraum (UG) und der Abt. Volkskunde (OG) ausfallen. Die nächste Besuchsmöglichkeit der Museumsräume wäre am 6. November.

Der Hermekruk, das Wahrzeichen vor dem Museum

 Das Museumsgebäude diente zur Isenburger Zeit als Pferdestall und Remise. An der Inneneinrichtung ist dies noch gut zu erkennen. Der Gedenkstein, anderwärts auch als Hermeskreuz bezeichnet, vor dem Museum ist wohl einem auf unnatürliche Weise ums Leben gekommenen Menschen gewidmet. Unter einem gotischen Kielbogendach ist eine Pieta im Relief dargestellt. Darunter steht die Jahreszahl 1517 und der Spruch "Gott  gnade deiner Seele, Amen". Auf der unteren Hälfte der Statue ist eine knieende Figur mit Umhang (Mönch, Stifterfigur ?) dargestellt. Obwohl sich einige  -allerdings unbewiesene-  Legenden um die Figur ranken, kann man immerhin feststellen, dass es ich zweifelsfrei um einen Gedenkstein, ein Wegekreuz o.ä. handelt. Dafür spricht auch, dass manche ihn als "Hermeskreuz" bezeichnen, also "Leidenskreuz". Das Kreuz zierte ursprünglich den Kielbogen. Es ist noch in kleinen Teilen erhalten. In Österreich würde man "Marterl" dazu sagen. Welcher Person die Statue gewidmet ist und ob sie womöglich dem  Bürgermeister von Gelnhausen Hermann Krug galt, wie vermutet wird, ist nach wie vor nicht geklärt. Eine detaillierter Beschreibung über den von Sagen umwobenen Hermekruk liegt im Museum vor. Bevor der Stein vor dem Museum seinen Platz erhielt, stand er am Waldrand der "Abtshecke", direkt an der B 40 zwischen Langenselbold und Gründau-Rothenbergen. Einige geometrische (Längsrillen) und bildliche (Tierkopf) Zeichen  im Sandstein geben noch Rätsel auf. Als sicher kann man einige Vertiefungen als Einschüsse von Gewehrkugeln werten. Wurde der Hermekruk als Zielscheibe benutzt?- Eine Publikation zu diesem Denkmal / Wahrzeichen ist z.Zt. in Vorbereitung. Manfred Keil und Irene Staeves haben eine Publikation in der "Hessischen Heimat" vorbereitet, die den "Hermekruk" näher beleuchtet und versucht, an Hand der "Anatomie" des Steines die Gründe seiner Erschaffung aufzuklären. Die Publikation wird 2017 erscheinen und im Museum erhältlich sein.

Ein weiteres Prachtexemplar von Stein steht links neben dem Eingang zum Museum. Es handelt sich um den Langen Stein ("Lange Schtoa"), einem historischen Grenzstein, der früher auf der Grenze zwischen Langenselbold und Langendiebach stand.

Gruppenführungen nach Vereinbarung, Tel. 06184 901481, 2933 oder über Kontakte (e-mail).

Formulare bzw. Dokumente, die für eine Mitgliedschaft relevant sind, finden sich unter Verein / Regelungen.

Aufruf zur Mitarbeit im Museum durch diese Rundmail an Mitgieder mit e-mail-Adresse.

Zum ersten Kennenlernen hier einige Fotos vom Museum:


Das Heimatmuseum im Schlosspark mit dem "Lange Stein" (Volksmund: "Lange Schtoa") vorne links und dem "Hermekruk" (Volksmund: "Hermekrouch", "Hermekroug" oder "Hermeskroug") hinten rechts
Der "Hermekruk" , das Wahrzeichen des Museums
Foyer, Kommunikation und Ausstellung in einem Raum, ein neues Konzept, das von den Langenselboldern gut aufgenommen wird. Man sitzt sozusagen mitten in Geschichte.
Ausstellungsraum "Lapidarium", Klosterspolien im Erdgeschoss, nicht einfach nur Steine, sondern wertvolle Zeichen der Langenselbolder Geschichte
In Selbold vertreten: Seltene Funde der mittleren Bronzezeit
Die alten "Liebestöter" und mehr in der vielfältigen und filigranen Darstellung volkskundlicher Exponate aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die oft "Erinnerungen wecken" (Obergeschoss)